16. deutsch-tschechische Austausch der Schreiner 23. Juli 2018 - Archiv


Interaktion und Spaß in Pisek, Prag und Krumlov 

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Eine Besonderheit an der Gewerblichen Schule Geislingen ist der deutsch-tschechische Austausch der dualen Berufsausbildung der Schreiner.

Dieser fand dieses Jahr bereits zum 16. Mal statt und wird von Schülern und Lehrern als gewinnbringend und horizonterweiternd bezeichnet. Neben vielen neuen Eindrücken und dem Besichtigen eines anderen Landes, lernen die Schüler Vorurteile abzubauen, Freundschaften zu knüpfen, ihre Englischkenntnisse anzuwenden, ganz ohne Sprache zu kommunizieren, fremde Speisen und Traditionen kennen und erweitern dabei ihren Horizont.

Dies ist insbesondere hervorzuheben, da das Handwerk als Gemeinsamkeit Sprachbarrieren überbrücken kann und im Zuge der Globalisierung die internationale Kooperation und der Aufbau von Freundschaften über Ländergrenzen hinweg umso wichtiger sind. Der diesjährige Austausch zeigte zum einen die vielen Möglichkeiten handwerklicher Berufe auch über Ländergrenzen hinweg die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können und zum anderen wie wichtig Erfahrungen außerhalb der eigenen Komfortzone sind.

Dieses Jahr fuhren 20 Schülerinnen und Schüler am 19. Juni nach Tschechien. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wallersdorf bei Dingolfing bei der Firma Vedder, einem Traditionsbetrieb, der den Innenausbau luxuriöser Jachten und Gebäude realisiert und uns durch seine Werkstätten führte, wurden die Gruppe von den tschechischen Schülern und Lehrern in Pisek herzlich begrüßt.

Nach der Stadttour, Schulbesichtigung sowie aller dazugehörigen Werkstätten am folgenden Tag stellten die Schüler kulturelle Unterschiede fest und nach anfänglicher Zurückhaltung konnten Kommunikationsschwierigkeiten überwunden und mit Hand, Fuß, auf Englisch, Deutsch und mit Hilfe von Onlinewörterbüchern kommuniziert werden. Am darauffolgenden Tag wurde gemeinsam mit den tschechischen Schülern Prag erkundet. Die letzten beiden Tage verbrachten tschechische und deutsche Schüler gemeinsam in Krumlov, einer wunderschönen Stadt, die zudem auch als Weltkulturerbe geschützt ist. Beim Raften auf der Moldau wurden Softskills geschult und der Klassenzusammenhalt gestärkt. Das dort stattfindende Mittelalterfest war ein festlicher Abschluss unserer Reise und nach Halt im Böhmerwald und der Besichtigung der Schwarzenbergkanäle, die früher zum Transport von Baumstämmen genutzt wurden, fuhr die Gruppe nach fünf Tagen glücklich ins Filstal zurück.

Insgesamt blicken alle beteiligten Schüler und Lehrer auf eine ereignisreiche und schöne Zeit in Tschechien zurück und freuen sich auf den Besuch der Tschechischen Gäste im Oktober in Geislingen.

(Bericht: Claudius Karle)

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