Schulleiter Manfred Roos geht in den Ruhestand 2. Oktober 2017 - Allgemein Archiv

Der scheidende Schulleiter Manfred Roos (Dritter von links) und die neue Schulleiterin Ilse Messerschmid (links). Foto: Markus Sontheimer

Schulleiter Manfred Roos wurde am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet, seine Nachfolgerin Ilse Messerschmid willkommen geheißen.

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Fast 200 Gäste und zahlreiche Redner bereiteten dem Schulleiter der Gewerblichen Schule Geislingen, Manfred Roos, in einer herzlichen Feier einen würdevollen Übergang in den Ruhestand.

Außerdem wurde im Rahmen dieser Veranstaltung Roos’ Nachfolgerin, Ilse Messerschmid, in ihr neues Amt eingesetzt. Sie beginnt damit am 1. August.

„Nie määhr arbeiten“, mit dieser humorvollen Aussage auf einer Karikatur beendete Manfred Roos seine berufliche Karriere nach seiner Abschiedsrede, in der er sich bei allen Wegbegleitern bedankt hatte. Dass ihm der Abschied dennoch sehr schwer fällt, war ihm bei seiner Rede anzumerken. Immer wieder musste er kurz innehalten und schlucken.

Zwölf Jahre lang leitete Roos die Geschicke der Gewerblichen Schule im Wölkzentrum. Wie der Leitende Regierungsschuldirektor Martin Sabelhaus bei seiner Verabschiedung ausführte, hatte Roos es verstanden, ein enges Netzwerk zum Schulträger, Schulen, den Betrieben im Landkreis und den Kammern aufzubauen und zu pflegen. „Das ist für die Leitung einer funktionierenden Schule unerlässlich“, verdeutlichte Sabelhaus. Er lobte Roos’ Einsatz und Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Flüchtlingsbeschulung und seine Fähigkeiten als Geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen im Landkreis. „Das Regierungspräsidium Stuttgart hat Sie als sehr kompetenten, verbindlichen und und verlässlichen Ansprechpartner geschätzt“, sagte der Regierungsschuldirektor und wünschte Manfred Roos für die kommende Zeit Ruhe und Muße. Im Anschluss begrüßte Sabelhaus Ilse Messerschmid und setzte sie offiziell in ihr Amt ein.

Landrat Edgar Wolff nannte es in seiner Laudatio einen „besonderen Moment, wenn sich ein solcher Wechsel vollzieht“ und hieß Ilse Messerschmid in dem Zusammenhang herzlich willkommen. Dennoch bedauerte er, dass die „roosigen Zeiten zu Ende“ gingen. „Wir verlieren eine Persönlichkeit mit hoher pädagogischer, organisatorischer und menschlicher Kompetenz “, betonte der Landrat. Auch er wandte sich in seiner Rede an die neue Schulleiterin und freute sich auf gute Zusammenarbeit: „Wir haben Sie im Februar gewählt, weil Sie alles mitbringen, was für so ein Amt notwendig ist“, betonte er.

Um die Gäste nicht mit einem „Mammutfestakt von unendlicher Länge“ zu belästigen – so drückte es der stellvertretende Schulleiter und Moderator der Veranstaltung, Helmut Kölle, aus – hatte er zehn mögliche weitere Redner in zwei Gesprächsgruppen zusammengefasst. Auf diese Weise konnte sich Jason Adedapo als Schülervertreter mit Antworten zu ihm gestellten Fragen zu Wort melden und Schuldekan Johannes Geiger seine Wertschätzung ausdrücken – wie auch Schulleiterkollege Roland Rimbach, der Vorsitzende des Schulfördervereins Arthur Goldgräbe und Ottmar Dörrer als geschäftsführender Schulleiter der allgemeinbildenden Schulen.

In einer zweiten Gruppe befragte Kölle Dr. Peter Saile, den Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer, Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid, Geislingens OB Frank Dehmer, Karl Grözinger als Vorsitzender des Ausbilderarbeitskreises Region Göppingen und Hans-Georg Ehekircher, den Obermeister der Sanitär-Heizung-Klima-Innung.

Der feierliche Aspekt der Veranstaltung wurde aber auch durch diverse Musikeinlagen unterstrichen: Das Duo Clemens Garmatter/Trompete und Julian Garhöfer/Posaune begeisterte die Zuhörer sowie zwei Musiker aus den Reihen der Lehrer, nämlich Bettina Küster an der Querflöte mit Bernd Bühler an der Klarinette. Den internationalen Touch der Schule betonte eine der fünf VAB-O-Klassen (Flüchtlingsklasse) mit einem mitreißenden arabischen Rap-Trommel-Stück, mit dem sie sich viel Applaus einheimste.

Am Ende der Veranstaltung – bevor Manfred Roos das Büfett freigab – stellte sich auch Ilse Messerschmid noch persönlich vor. Sie freue sich auf die Zukunft, sagte sie und sie sei zuversichtlich, dass es auch weiterhin „roosige Zeiten“ gebe, „denn mein Geburtsname war Roos“.

(Geislinger Zeitung 27.07.2017)